Ein Pickel in der Nase ist oft schmerzhaft und kann sehr unangenehm sein. Du fragst Dich vielleicht, wie so ein kleiner Makel an einer so empfindlichen Stelle entsteht und was dagegen hilft. Die Ursachen reichen von bakteriellen Infektionen bis hin zu hormonellen Schwankungen oder mechanischer Reizung beim Schnäuzen. Zum Glück musst Du nicht immer sofort zu Medikamenten greifen, denn es gibt eine Reihe von effektiven Hausmitteln, die schnell Linderung verschaffen können. In diesem Artikel erfährst Du mehr über Auslöser sowie praktische Tipps zur Behandlung.
Das Wichtigste in Kürze
- Pickel in der Nase entstehen häufig durch Bakterien, hormonelle Schwankungen oder mechanische Reizungen wie Schnäuzen.
- Warmes Dampfbad öffnet Poren und lindert Schwellung sowie Schmerzen bei Nasenpickeln schnell und sanft.
- Teebaumöl wirkt antibakteriell – vorsichtig mit Wattestäbchen auf den Pickel tupfen, aber nicht direkt auf Schleimhaut.
- Häufiges Berühren oder Nasenbohren verschlimmert Entzündungen; Hygiene und Verzicht auf Drücken beschleunigen die Heilung.
- Starke Entzündungen, Eiter oder Fieber erfordern ärztliche Abklärung, meist heilen Nasenpickel aber in wenigen Tagen ab.
Häufige Ursachen für Pickel in der Nase
Pickel in der Nase entstehen meist durch bakterielle Infektionen, die sich insbesondere dann entwickeln, wenn kleine Verletzungen oder Reizungen im Naseninneren vorhanden sind. Schon das häufige Schnäuzen bei einer Erkältung oder das unbewusste Bohren in der Nase reicht oftmals aus, um winzige Hautrisse zu verursachen. In diese gelangen Keime leichter hinein und führen zu Entzündungen.
Ein weiterer häufiger Auslöser sind hormonelle Schwankungen, etwa während der Pubertät, vor der Periode oder auch unter Stress. Die Talgdrüsen reagieren empfindlich, produzieren mehr Talg, wodurch die Poren schneller verstopfen können – perfekte Bedingungen für Pickel.
Manchmal genügt sogar eine mechanische Reizung wie ein kleiner Schnitt beim Rasieren unterhalb der Nase oder die Verwendung von Taschentüchern mit rauer Oberfläche. Auch äußerliche Verschmutzungen, zum Beispiel durch Staub, begünstigen Unreinheiten in der sensiblen Schleimhaut.
Abschließend spielt auch das individuelle Immunsystem eine Rolle. Bist Du zum Beispiel gerade erkältet oder anderweitig geschwächt, haben es Erreger wie Staphylokokken deutlich leichter, einen infizierten Pickel hervorzurufen.
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Bakterielle Infektionen als Auslöser

Pickel in der Nase haben oft bakterielle Infektionen als Ursache. Besonders häufig sind hierbei Bakterien der Art Staphylococcus aureus, die natürlicherweise auf der Haut oder in den Schleimhäuten vorkommen können. Gelangen sie jedoch durch kleine Verletzungen, etwa winzige Risse vom Schnäuzen, in die empfindliche Nasenhaut, kann sich rasch eine schmerzhafte Entzündung bilden.
Häufig passiert dies auch dann, wenn Du mit ungewaschenen Händen an Deiner Nase kratzt oder bohrst. Die Keime finden so einen leichten Eintritt und es kommt zu einer lokalen Reaktion: Die Stelle wird rot, geschwollen und druckempfindlich. Manchmal bildet sich sogar Eiter unter der Haut, was besonders unangenehm sein kann. In den meisten Fällen bleibt die Infektion harmlos, doch in ganz seltenen Situationen kann sich die Entzündung ausbreiten und ernster werden.
Um solchen Pickeln vorzubeugen, ist eine sorgfältige Hygiene wichtig. Vermeide unsauberes Berühren der Nase und verwende Taschentücher nur einmalig, um die Bakterienübertragung einzudämmen. Solltest Du bereits einen entzündeten Pickel spüren, empfiehlt es sich, nicht daran herumzudrücken, denn das verschlimmert meist die Beschwerden und erhöht das Risiko für Komplikationen.
Hormonelle Schwankungen und ihre Auswirkungen
Hormonelle Schwankungen können einen entscheidenden Einfluss auf das Auftreten von Pickeln in der Nase haben. Besonders während bestimmter Lebensphasen wie Pubertät, Menstruation oder Schwangerschaft verändert sich die Hormonlage im Körper deutlich. Diese Veränderungen führen dazu, dass die Talgdrüsen verstärkt arbeiten und oft mehr Hautfett produzieren als gewöhnlich.
Durch diese Überproduktion von Talg werden die Poren schneller verstopft, was den perfekten Nährboden für Bakterien bietet. Gerade im Naseninneren ist die Haut sehr empfindlich und reagiert schnell mit kleinen Unreinheiten oder Entzündungen, wenn das Gleichgewicht der Haut gestört wird. Frauen stellen vor allem kurz vor Einsetzen ihrer Periode fest, dass sie häufiger unter solchen Beschwerden leiden.
Ein weiterer Auslöser hormoneller Art kann auch Stress sein. Durch erhöhte Ausschüttung des Hormons Cortisol gerät die Haut ins Ungleichgewicht, wodurch ebenfalls vermehrt Pickel entstehen können. Es lohnt sich daher, auf eine ausgeglichene Lebensweise zu achten und dem Körper genügend Ruhephasen zu gönnen. Eine regelmäßige, sanfte Reinigung und ein bewusster Umgang mit Kosmetika tragen zusätzlich dazu bei, das Hautbild zu verbessern und erneuten Ausbrüchen vorzubeugen.
„Unsere Haut ist ein Spiegelbild unserer inneren Balance.“ – Dr. Yael Adler
Mechanische Reizung durch Nasenbohren oder Schnäuzen
Ein häufig unterschätzter Auslöser für Pickel in der Nase ist die mechanische Reizung durch Nasenbohren oder häufiges Schnäuzen. Wenn Du mehrmals am Tag kräftig in ein Taschentuch schnaubst, kann das zu winzigen Verletzungen der empfindlichen Nasenschleimhaut führen. Besonders raues Toilettenpapier oder das häufige Wechseln von Papiertaschentüchern verstärken oft diese Mikrorisse.
Sobald kleine Wunden entstehen, haben Bakterien leichtes Spiel, sich einzunisten und Entzündungen hervorzurufen. Auch unbewusstes Kratzen oder Bohren mit ungewaschenen Fingern begünstigt die Ansiedlung von Keimen – so entwickelt sich aus einer kleinen Irritation rasch ein unangenehmer Pickel.
Darüber hinaus reizt ständiges Berühren die Haut zusätzlich und verlängert meist den Heilungsprozess. Versuche deshalb möglichst sanft zu schnäuzen, nur saubere Taschentücher zu benutzen und auf das Berühren der Naseninnenfläche weitgehend zu verzichten. Je weniger mechanischer Stress auf die Schleimhäute wirkt, desto geringer ist das Risiko für entzündliche Veränderungen an dieser sensiblen Stelle.
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| Ursache | Typische Merkmale / Auslöser |
|---|---|
| Bakterielle Infektionen | Kleine Verletzungen im Naseninneren, meistens durch Schnäuzen oder Bohren; Bakterien wie Staphylococcus aureus gelangen in die Schleimhaut. |
| Hormonelle Schwankungen | Pubertät, Menstruation, Schwangerschaft oder Stress; erhöhte Talgproduktion und verstopfte Poren. |
| Mechanische Reizung | Häufiges und kräftiges Schnäuzen, Verwendung rauer oder mehrfach benutzter Taschentücher, Nasenbohren mit ungewaschenen Fingern. |
| Geschwächtes Immunsystem | Erkältung oder allgemeine Schwächung; Erreger haben leichteres Spiel, einen Pickel hervorzurufen. |
Warmwasserdampf zur Linderung anwenden

Die Anwendung von warmem Wasserdampf kann bei einem Pickel in der Nase äußerst wohltuend wirken. Dampf öffnet die Poren im empfindlichen Nasenbereich und hilft dabei, festsitzenden Talg sowie andere Ablagerungen zu lösen. Dadurch kann sich der Eiter leichter entleeren, was den Heilungsprozess beschleunigt.
Um von diesem Hausmittel zu profitieren, halte Dein Gesicht für etwa zehn Minuten über eine Schüssel mit heißem Wasser. Ein Handtuch über dem Kopf erhöht die Wirkung, indem es den Dampf konzentriert. Achte darauf, dass das Wasser nicht zu heiß ist, damit Du Dich an der Haut oder Schleimhaut nicht verbrennst.
Der sanfte Dampfeffekt reduziert außerdem die Rötung und lindert unangenehme Spannungsgefühle rund um die entzündete Stelle. Nach der Anwendung empfiehlt es sich, das Gesicht vorsichtig trocken zu tupfen. Verzichte darauf, direkt nach dem Dampfbad Pflegeprodukte aufzutragen, da die Poren noch weit geöffnet sind und leicht gereizt werden können. In vielen Fällen genügt bereits eine regelmäßige Wiederholung mehrmals pro Woche, um spürbare Besserung zu erzielen.
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Teebaumöl sanft auf die betroffene Stelle tupfen

Teebaumöl gilt als bewährtes Hausmittel, wenn es um die Pflege unreiner Haut geht, insbesondere bei Pickeln in der Nase. Es hat eine antibakterielle Wirkung und kann so dazu beitragen, vorhandene Keime zu bekämpfen und Entzündungen zu lindern. Am besten trägst Du das Öl nach einer sanften Reinigung mit einem Wattestäbchen ganz vorsichtig auf die betroffene Stelle auf. So wird verhindert, dass sich die Bakterien weiter ausbreiten.
Wichtig ist, wirklich nur einen kleinen Tropfen Teebaumöl zu verwenden und direkten Kontakt mit der Schleimhaut oder größeren Hautflächen zu vermeiden, da das Öl sehr konzentriert ist. Verdünne es im Zweifel am besten mit etwas Wasser oder einem milden Basisöl wie Jojoba- oder Mandelöl – besonders dann, wenn Deine Haut empfindlich reagiert. Schon beim ersten Auftragen merkst Du oft bereits, wie Rötung und Schwellung zurückgehen.
Diese Methode darfst Du ein- bis zweimal täglich anwenden. Übertreibe es aber nicht, da sonst die Nasenhaut austrocknen könnte. Generell empfiehlt sich Geduld: Nach wenigen Tagen wirst Du meist schon eine deutliche Verbesserung bemerken. Verzichte während dieser Zeit darauf, an dem Pickel herumzudrücken oder die sensible Stelle unnötig zu berühren.
Kamillendampfbäder zur Beruhigung einsetzen
Kamillendampfbäder sind ein bewährtes Hausmittel, das Du gezielt zur Beruhigung von entzündeten Pickeln in der Nase nutzen kannst. Kamille enthält natürliche Wirkstoffe mit entzündungshemmender und beruhigender Wirkung, die gereizte Schleimhäute sowie gereizte Haut sanft unterstützen. Um ein Dampfbad zuzubereiten, gibst Du einfach einige Teebeutel oder getrocknete Blüten in eine Schüssel mit heißem Wasser.
Halte Dein Gesicht für etwa zehn Minuten über den aufsteigenden Dampf – dabei entspannst Du am besten Deine Muskulatur ganz bewusst. Die warm-feuchte Luft transportiert die ätherischen Öle direkt zu den Problemzonen im Nasenbereich. Bereits nach wenigen Anwendungen stellt sich eine deutliche Linderung von Schwellung, Rötung und Druckgefühl ein, da sich die Poren öffnen und die Heilung gefördert wird.
Achte darauf, den Abstand zur Schüssel groß genug zu wählen, damit Deine Haut nicht überhitzt. Nach dem Dampfbad tupfe Dein Gesicht vorsichtig trocken und verzichte darauf, sofort kosmetische Produkte zu verwenden. Eine regelmäßige Anwendung unterstützt ein feineres Hautbild und beugt gleichzeitig neuen Entzündungen vor. So hilft Dir dieses einfache Hausmittel, das Wohlbefinden in einer empfindlichen Region spürbar zu steigern.
Verzicht auf häufiges Berühren der Nase
Ein wichtiger Schritt zur Vorbeugung und Behandlung von Pickeln in der Nase ist es, das häufige Berühren dieser empfindlichen Region nach Möglichkeit zu vermeiden. Jede Berührung mit ungewaschenen Fingern kann nämlich schädliche Keime einbringen, die Entzündungen auslösen oder bestehende Beschwerden verschlimmern. Zudem reizt mechanischer Druck die bereits angegriffene Haut zusätzlich, was den Heilungsprozess verzögern kann.
Gerade im Alltag geschieht das Touchieren meist unbewusst – etwa beim Nachdenken, bei Nervosität oder auch beim schnellen Griff zum Taschentuch. Deshalb lohnt es sich, bewusst darauf zu achten, die Nase so selten wie möglich anzufassen. Je weniger Du drückst, kratzt oder reibst, desto geringer ist die Gefahr für neue Pickelbildung oder für das Aufplatzen eines vorhandenen Pickels. Das gibt der Haut Gelegenheit, sich erholsam zu regenerieren.
Es hilft, sich regelmäßig die Hände gründlich zu waschen – besonders vor Anwendungen wie Cremes oder Nasensprays. Mit kleinen Veränderungen in der täglichen Hygiene schützt Du nicht nur Deine Nase, sondern unterstützt gleichzeitig die natürliche Barrierefunktion Deiner Haut. Dadurch wird sie widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen, während Schwellungen sowie Rötungen deutlich schneller abklingen können.
